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Gesundheit und Krankheit

Gesundheit und Krankheit

In der Chinesischen Medizin wird unter Gesundheit ein freies Fließen von Lebensenergie Qi verstanden, bei der alle körperlichen, seelischen und geistigen Funktionen miteinander im Austausch sind und in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.

Gesundheit wird als ein dynamisches Gleichgewicht verstanden, das sich ständig an die verändernden äußeren und inneren Bedingungen optimal anpasst.

Das Yin-Yang-Prinzip und die 5 Wandlungsphasen sind Vorstellungen der Chinesischen Medizin, wie ein solches gesundes Gleichgewicht beschrieben werden kann.

Auslöser für Gesundheitsstörungen

Die Chinesische Medizin sieht Störungen der Gesundheit bzw. Krankheit als Ergebnis eines vielschichtigen Zusammenspiels von körperlichen, geistigen und seelischen Einflüssen. In der Sprache der europäischen Naturheilkunde werden Konstitution, Terrain bzw. Milieu genauso viel Aufmerksamkeit gewidmet wie den krankmachenden äußeren Einflüssen.

Beschwerden werden in Fülle und Leerezustände unterschieden.

Die Leerezustände stellen sich als energetische Schwäche von Funktionskreisen dar. Sie kann zurückgehen auf mangelnde Bewegung, unregelmäßige Ernährung, Schlafmangel oder Überanstrengung (Lernen, Arbeit, Freizeit, Sexualität). Die entstandene energetische Leere macht den Körper empfindlicher für das Wirken krankmachender Faktoren.

Füllezustände können innere und äußere Ursachen haben.

  • Innerlich bedingte Fülle entsteht durch die Art und Weise wie Ereignisse emotional verarbeitet werden: z.B. grübeln, dauerärgern, verdrängen oder den Kummer oder die Ängste nähren.
  • Äußerlich bedingte Fülle entsteht vor allem durch klimatische Einflüsse wie Wind, Kälte, Hitze, Feuchtigkeit bzw. Trockenheit, bzw. durch deren Kombination. Etwaige Belastungen aus Wohnverhältnissen oder Arbeitsbedingungen (z.B. Kälte bei Metzgerei-Mitarbeitern) werden analog betrachtet.

Viren, Bakterien und Pilze als Krankheitserreger sind keine Kategorien in denen die klassische Chinesische Medizin denkt bzw. aufgrund ihrer Möglichkeiten überhaupt denken konnte. So haben traditionell bekannte Akupunkturpunkte oder Kräuter bzw. ihre Kombinationen seit Jahrtausenden ihre Wirkung gegen Erkrankungen, die heute als bakteriell verursacht gelten. Faszinierend ist, dass die Forschung heute in einem Großteil dieser Kräuter antibiotisch wirksame Substanzen findet. Das Gleiche gilt für Viren und Pilze. Aber, und das ist wesentlich, diese Substanzen sind nur ein TEIL des Wirkungsspektrums. Zeitgleich werden mögliche Nebenwirkungen dieser antibiotischen Substanzen von den vielfältigen anderen Wirkstoffen der eingesetzten Arzneimittel(kombination) ausbalanciert. Akupunkturpunkte erreichen durch Stimulierung körpereigener Vorgänge ähnliche Ergebnisse und dies ganz ohne Zuführung von arzneilich wirksamen Substanzen. Welche Methode die geeignetere ist, entscheidet sich in der konkreten Situation.

Zusammenfassene können also folgende Faktoren Gesundheitsstörungen verursachen:

  • Aspekte der Lebensführung (z.B.Ernährung, Schlaf, Bewegung),
  • der natürlichen (z.B. Klima, Wohnverhältnisse)
  • und sozialen Umwelt (z.B. Arbeitsplatz, Partner, Familie, Freundeskreis)
  • und die Art und Weise ihrer emotionalen Verarbeitung (z.B. grübeln, ärgern, verdrängen).

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