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Miasmentheorie

Samuel Hahnemann erfand die Homöopathie vor 200 Jahren. Seiner Meinung nach verkomplizieren unterdrückende Maßnahmen jede Krankheit, und verschiebt sie auf andere Ebenen.
Die miasmatische Betrachtungsweise versucht das Entstehen von Krankheiten nachzuvollziehen. Sie untersucht Fragen wie: Was war vorher? Was wurde gegen akute Krankheiten gemacht? Welche Schwachstellen gibt es in der Familie?

Nach Hahnemann unterliegen alle Körperfunktionen der Lebenskraft, ebenso die Versuche des Körpers Krankheit zu regulieren, das heißt auszukurieren.
Bleibt bei einer akuten Krankheit irgendein Symptom bestehen oder schließt sich ein neues oder altes an, liegt in jedem Fall eine chronische Krankheit zugrunde. Deshalb sind bei jeder Erkrankung die restlichen oder die noch folgenden Symptome wichtig für die weitere Mittelverschreibung.

Durch seine Studien entdeckte Hahnemann, dass zu Beginn chronischer Erkrankungen immer ein charakteristischer Hautausschlag vorgelegen hat, der dann unterdrückt wurde. So führt also jede äußere Unterdrückung tiefer in die Krankheit hinein. Streng genommen ist jeder Eingriff, der einen Hautausschlag zu schnell wegbringt, eine Unterdrückung – egal mit welchen Mitteln.
Hahnemann hat drei charakteristische Hautausschläge differenziert und sie als Wurzel der chronischen Krankheiten dargestellt:

  • A: Stark juckende Hautausschläge, die sich hartnäckig ausbreiten
  • B: Wuchernde Hauterkrankungen
  • C: Geschwüre

Diese drei Grundarten fasst er in dem Begriff Miasma zusammen.
Die Lebenskraft hatte das notwendige Gleichgewicht aufrechterhalten können, indem es die Symptome auf der Haut produziert.

Die miasmatische Behandlung:

Sich wiederholende familiär häufig auftretende chronische Krankheiten deuten auf vererbte Veranlagungen hin, die sich oft über Generationen beobachten lassen. Der geübte Homöopath kann an Hand der Haut oder der Schleimhäute, des Knochenbaus oder sogar der Lebenssituation erkennen, welches der drei „Grundmiasmen“ gerade aktiv ist. Das daraufhin verordnete miasmatische Mittel bringt die jeweils darunter liegende alte unterdrückte Krankheitsschicht an die sichtbare Oberfläche und zeigt den weiter zu unterstützenden Heilungsverlauf an.

Chronische Krankheit ist für Hahnemann nicht über Selbstheilungskräfte zu regulieren, da diese dauerhaft gestört sind und von daher den homöopathischen Impuls – das individuelle Heilmittel – brauchen, um neu angestoßen zu werden.

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