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Geschichte

Diese Behandlung ist ein Sprössling der Osteopathie.
Um 1900 entwickelte der Osteopath William Garner Sutherland die Theorie, das sich die Schädelknochen auf leichten Druck hin bewegen und damit einen Spannungsausgleich bewirken.
Er fand heraus, dass es einen eigenen Kreislauf der Gehirnflüssigkeit zwischen Schädel und Kreuzbein gibt, der sogar mit einem eigenen Rhythmus ausgestattet ist, der für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit von großer Bedeutung ist.
Weiter vertieft und verbreitet wurden diese Erkenntnisse von Dr. John E. Upledger, der daraus die Craniosacral Therapie entwickelte: Eine Behandlung, die sich vor allem mit Problemen in den Bereichen des Schädels, der Wirbelsäule und des Kreuzbeines befasst.
Von der Aura des Geheimnisvollen umgeben ist diese manuelle Behandlungsmethode nicht nur wegen ihres vermeintlich heiligen Namens. Er leitet sich von den Worten Cranio (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein) ab. Die Craniosacral-Technik behandelt das Körperskelett vom Scheitel bis zum Rückenende mit überaus feinen, kaum wahrnehmbaren Manipulationen.
Die Theorie, dass die Knochen des Schädels und des Beckens in einer harmonischen Bewegung miteinander verbunden sind, erlebte in den achtziger Jahren einen Boom unter Masseuren und Heilpraktikern. Heute wird die Craniosacral-Technik auch von Ärzten, Orthopäden, Zahnärzten, Physiotherapeuten und Bewegungspädagogen durchgeführt.

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Jegliche Verletzung, sei sie auf körperlicher und/oder seelischer Ebene, löst nicht nur eine strukturelle Gewebe-Restriktion (Überdruck) aus, sondern auch einen emotionalen Dauerstress oder eine emotionale Blockierung. Das Gewebe unseres Körpers verfügt über ein phänomenales Gedächtnis und zum richtigen Zeitpunkt kann bis dahin Verdrängtes wieder erinnerlicht werden. Zusätzlich zur homöopathischen Arbeit liegt hier die Möglichkeit, direkt sanft am Körper zu arbeiten ohne dass reflektiert und geredet werden muss, um eine Erleichterung oder Veränderung zu bewirken. Die osteopathische Diagnose stellt den Bezug von Krankheit, Organsystem und emotionaler Verarbeitung her. Mit ihr und einer gezielten sanften manuellen Technik werden diese „dauergestressten“ Gewebe und psychischen Traumata aufgespürt, aufgelöst und „alte Verklebungen“ gelockert. Craniosacral Therapie stellt die Mobilität von Muskelgewebe wieder her, behandelt Abnutzungserscheinungen aller Art, akute und chronische Verletzungen, Beckenschiefstand, alle Traumen im Kopfbereich und Veränderungen der Wirbelsäule. Sie behandelt Funktionsstörungen nach Unfällen, bei Schlafstörungen, Hyperaktivität, Haltungsschäden, Migräne, nach Geburtstraumata, bei Schmerzen und Depressionen. Die Craniosacral Therapie ist eine ganz feinfühlige Therapie, die mit wenig Druck aber mit viel Fingerspitzengefühl ins Gewebe hineinhorcht und die Signale empfängt. Der Dialog der Hände des Behandelnden und die Signale aus dem Körpergewebe des Patienten bilden auf erstaunliche und überzeugende Weise die heilende Energie.

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